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Das Bildungssystem in Deutschland

Die Situation: wir werden durch PISA-Studien mit anderen Ländern in Europa verglichen, die besser dastehen und fangen dann an am System ein paar Rädchen zu drehen. Die Sozialisten verweisen darauf, dass wir in Skandinavien z.B. eine Einheitsschule haben und die Medien verschweigen, dass die meisten Länder dieser Welt und wir in Europa, Staaten wie die Schweiz, Australien, Dänemark, Schweden, Frankreich, England, Österreich, Kanada, Irland, Schottland Neuseeland, Spanien, Portugal, Italien, Belgien, Tschechische Republik, Ungarn, Finnland, Polen, Russland, Norwegen, die Slowakei  und den USA keine Schulpflicht haben. In diesen Ländern steht die staatliche Schule im Wettbewerb mit privaten Bildungseinrichtungen, dort gibt es Hausunterricht oder Unschooling (selbstständiges Lernen), zum Teil Bildungspflicht, aber keine Schulpflicht

Aufgeschreckt von den Pisa-Studien überschlagen sich nun die Diskussionen in Sachen Schulreform. Die Konservativen wollen das dreigliedrige Schulsystem erhalten, die Sozialisten die Gesamtschule o.ä. Formen einführen, die FDP ein zweigliedriges Schulsystem. Gemeinsam haben alle, dass sie über das Bildungswesen ein uniformes Staatsvolk schaffen wollen; genau dies aber lehnen entschieden Liberale ab. Nur die Eltern der Kinder und altersentsprechend die Kinder selbst haben über die Erziehung und die Bildung, über deren Inhalte und Methoden zu entscheiden.

Mit dem derzeitigen Schulsystem wird versucht in der Gesellschaft ein einheitliches Normen- und Wertesystem zu schaffen, welches für das Zusammenleben im Staat unverzichtbar sei. Ohne Kontrolle durch die Regierung würden unterschiedliche moralische, religiöse, weltanschauliche und politische Inhalte vermittelt, die zu einer Unvereinbarkeit untereinander führen würden; womöglich bis hin zu sich feindlich gesinnten Parallelgesellschaften.

Aber genau da liegt der Unterschied: Liberale wollen keinen Einheitsmenschen nach dem Wunsch einer Regierung. Liberale wollen einen freien Menschen des Glaubens, einen Menschen der seine Meinung frei äußern kann. Dies hat eine hohe Bedeutung für eine freie Gesellschaft und ist deren Grundlage.

In Artikel 26, Absatz 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte steht: "Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll."

Von daher strebt der Liberalismus die Trennung von Staat und Bildung an; folgerichtig ist das Schulsystem zu privatisieren.

Bildungspflicht statt Schulpflicht

Dass der Mensch sich bilden soll, steht außer Frage. Sich bilden ist jedoch etwas anderes als beschult zu werden. Der Grund dafür, dass wir diese Alternativen nicht denken und leben, liegt allein im Schulzwang, der das Leben von besseren Wahlmöglichkeiten schlichtweg mit Gewalt verbietet und die, wenn auch spärlichen und kaum noch vergleichbaren, Anfänge dessen liegen bereits im Mittelalter [Erklärung: ein paar Stunden in der Woche meist im Winter]. Lehrpläne werden von Beamten nach deren Empfinden aufgestellt, der freie Mensch wird zum uniformierten Staatsdiener. Mit dem derzeitigen Schulsystem, so wird argumentiert, soll in der Gesellschaft ein einheitliches Normen- und Wertesystem geschaffen werden, welches für das Zusammenleben im Staat unverzichtbar sei. Ohne Kontrolle durch die Regierung würden unterschiedliche moralische, religiöse, weltanschauliche und politische Inhalte vermittelt, die zu einer Unvereinbarkeit untereinander führen würden; bis hin zu sich feindlich gesinnten Parallelgesellschaften.

Der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung Prof. Vernor Muñoz äußerte sich in seinem in Berlin veröffentlichten Bericht vom 21. Februar 2006 besorgt darüber, dass die restriktive deutsche Schulpflicht die Inanspruchnahme des Rechtes auf Bildung mittels alternativer Lernformen wie Hausunterricht kriminalisiert.

Dabei wurde die Schulpflicht im Laufe ihrer Geschichte immer wieder von unterschiedlichster Seite kritisiert:

  • von konservativ religiöser Seite wird der soziale Umgang und einzelne Unterrichtsinhalte - Schwimmunterricht oder Evolutionstheorie abgelehnt.

  • aus libertärer Sicht ein unzulässiger Eingriff in persönliche Freiheit und Indoktrination.

Um aber eine Schulpflicht zu begründen muss die Schule der einzige und beste Ort zum Lernen sein. Die Schulpflicht setzt voraus, dass der Bürger dem Staat schuldet von dessen Regierung gebildet zu werden. Das ist mit einem modernen Empfinden von Demokratie und Freiheit völlig unvereinbar - der Bürger bildet den Staat – nicht umgekehrt.

Bildung im Namen der Freiheit geht anders!

Das freie Schulsystem

Zentraler Wert und Orientierungsnorm ist die Freiheit des einzelnen Individuums. Die ungehinderte freie Entfaltung des Menschen in allen Lebensbereichen (in Politik, Wirtschaft und Kultur) soll nicht nur die Voraussetzung für eine bestmögliche sittlich-geistige Persönlichkeits- und Wohlstandsentwicklung der Bürger, sondern zugleich einer bestmöglichen sittlichen, geistigen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft insgesamt. Der Mensch ist frei geboren, mit gleichen Rechten ausgestattet und von Natur aus gutwillig und vernunftbegabt. Deshalb soll jeder die Chance haben, sich zu bilden, sein Leben selbst zu gestalten und Verantwortung zu tragen.

Die Regierung hat in einem freien Bildungssystem eine Aufgabe, sie soll sicherstellen, dass alle Bürger die gleichen Chancen haben. Dieses kann durch die Ausgabe von Bildungsgutscheinen sicher gestellt werden, die die Eltern für jedes Kinder erhalten. Jeder dieser Gutscheine hat einen bestimmten Wert und kann von den Eltern bei einem Lern- und Bildungsanbieter ihrer Wahl eingelöst werden. 

Dazu sind alle bisherigen Bildungsaufgaben der Landesregierung auf die Kommunen zu übertragen und von den Kommunen auf die bisherigen Schulen. Die Schule selber regelt den Lehrplan und entscheidet über die Lehrer. Weitere und neue Angebote können frei gegründet werden.

Darüber hinaus kann sich jede Einrichtung als Bildungsstätte registrieren lassen, eine Erlaubnis oder Lizenz ist nicht erforderlich, die Regierung hat keine Beurteilung einer Bildungsstätte vorzunehmen, gleiches gilt für Homeschooling (Lernen zu Hause und Freilernen). Durch den sich entwickelnden Wettbewerb würde das Bildungsangebot vielfältiger und preiswerter werden. Durch den Bildungsgutschein würden die Eltern die Freiheit haben, für Ihre Kinder die Bildungsform zu wählen, die ihren ethischen und pädagogischen Vorstellungen entspricht. Außer den Eltern und den Kindern selber hat niemand über die Entwicklung oder Bildung eines Kindes zu entscheiden. Die Bildungseinrichtungen selber können entscheiden, wen sie aufnehmen und wer die Einrichtung wieder verlassen muss, wenn sich derjenige als bildungsunfähig oder -unwillig zeigt.

Die Regierung hat lediglich die Aufgabe für gleiche Bildungschancen zu sorgen; dies wird durch eine einheitliche Höhe der Bildungsgutscheine gewährleistet.

Hochschulen

Wer nach seiner Schulausbildung ein Studium beginnen will, der soll dieses nach seinem freien Willen auch können. Die Regierung hat sich darin nicht einzumischen, weder in den Lernstoff der vermittelt werden soll, noch in die Finanzierung des Studiums. Genau wie die Schulen sind die Hochschulen zu privatisieren.

Durch die Finanzierung der Schulbildung hat die Regierung ihre Aufgabe, nämlich für Chancengleichheit zu sorgen, erfüllt. Die privaten Hochschulen werden für Ihre Leistungen auch eine Gebühr verlangen, die kostendeckend sein wird. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass in einem liberalen Markt ohne Wohlfahrtsstaat Vollbeschäftigung herrscht. Daraus folgt, dass Studenten genügend Möglichkeiten haben, sich ihr Studium zu finanzieren, die Hochschulen werden ihren Beitrag dazu leisten müssen, den Studienplan an die Bedürfnisse der Studenten, von denen die Universitäten ja bezahlt werden, anzupassen.

Für ein steuerfinanziertes Studium gibt es keine Rechtfertigung. Warum soll ein Arbeitnehmer, der selber nie studiert hat oder dessen Kinder nie studieren werden, einem Studenten mit seinen Steuern sein Studium bezahlen? Darüber hinaus wird der Student später, so die Situation heute, dank der Finanzierung durch den Angestellten oder Arbeiter ein vielfaches mehr verdienen als diese. Es ist zwar richtig, dass Akademiker dadurch später auch mehr Steuern zahlen, nur berücksichtigt dies nicht Studienabgänger oder die Studenten in Studiengängen die nicht wirklich zur Produktivität der Volkswirtschaft beitragen. Dazu gehören etwa die 40.000 Historiker, die seit 1990 an deutschen Hochschulen ausgebildet wurden oder die zusätzlichen 183.000 Rechtsanwälte zwischen 1990 und 2006, von denen einige so genannte Hartz IV Kanzleien betreiben. Dies nur beispielhaft zur Verdeutlichung momentaner staatlicher Fehlleistung.

Der Markt wird auch hier wieder für einen Ausgleich sorgen. Ein Mensch wird nur dann studieren, wenn er für sich damit beispielsweise ein höheres Einkommen erzielen kann oder dies ihm aus anderem Grund der Aufwand wert ist. Aus diesem Grund werden nur noch Studiengänge nachgefragt, die eine Befriedigung dieser Nachfrage garantieren; es sei noch mal angemerkt, in einem freien Markt herrscht Vollbeschäftigung.

Weiterführende Links:

liberal Report - Wettbewerbliche Finanzierung von Schulen [pdf]

Bildungspflicht statt Schulpflicht;

Aktion mündige Schule;

Homeschooling in Deutschland;

Initiative Neue FDP - Bildungsmarkt

Kategorie Hausunterricht im DMOZ


Quellen:

Anwaltskammer zu Köln

q

Europa

Deutschland

Österreich

Schweiz

Deutsche Gemeinschaft

Lichtenstein

 

Frend of Israel

Suport Denmark

 

 

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