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David HumePhilosoph, Ökonom und Historiker
Beruflicher und privater WerdegangDavid Hume wurde am 26. April 1711 als der jüngere von zwei Brüdern in Edinburgh geboren. Die Familie war trotz adeliger Wurzeln verarmt. Hume stand als jüngstem Nachkommen nur ein kleines Erbteil zu, so dass er über wenig Geld verfügte. Er war einer der bedeutendsten Vertreter der britischen Aufklärung und der philosophischen Strömung des Empirismus. Seine erkenntnistheoretischen Überlegungen übten einen starken Einfluss auf die Philosophie Immanuel Kants aus. Mittelbar wirkte er auf die modernen Richtungen des Positivismus und der Analytischen Philosophie. In Bezug auf seine wirtschaftswissenschaftliche Bedeutung kann er zur vorklassischen Ökonomie gezählt werden. Hume war ein enger Freund Adam Smiths und stand mit ihm in regem intellektuellen Austausch. In den Jahren 1723 bis 1729 machte er eine Ausbildung und studierte die Rechtswissenschaft, verfiel nach Abbruch des Studiums in eine tiefe Depression und arbeitete erst ab 1731 in Bristol in einem Handelshaus. Von 1735 bis 1737 hielt sich Hume in Frankreich auf, arbeitete dort an seinem Treatise of human nature und beschloss, sich künftig - trotz fehlender materieller Grundlagen - geistigen Studien zu widmen. 1739/40 erschien sein Werk A Treatise of Human Nature (Ein Traktat über die menschliche Natur) ohne große Resonanz. Hume hatte die Idee, eine anonyme Selbstrezension an eine Zeitung zu schicken, was dem Treatise allerdings auch nur wenig neue Aufmerksamkeit bescherte. 1741/42 wurden diverse Essays Humes veröffentlicht. 1745 bewarb er sich auf einen Lehrstuhl der Ethik in Edinburgh, hatte aber auf Grund seines Rufes als „Atheist“, „Materialist“ und „Amoralist“ wenig Chancen, ebenso wenig wie später bei einer Bewerbung in Glasgow. David Humes Grab in Edinburgh, SchottlandDaraufhin arbeitete er ein Jahr als Tutor und Betreuer eines Marquis, wodurch er finanziell etwas besser gestellt war. 1746 und 1747 nahm er an militärischen Expeditionen in Frankreich teil und fungierte dort erst als Sekretär des Generals Sinclair, später sogar als dessen Adjutant auf diplomatischen Missionen in Wien und Turin. 1748 erschien Enquiry concerning human understanding, eine Überarbeitung des Treatise, den er zeitlebens immer wieder erweitert hat. 1752 kamen die Political discourses heraus. Hume versuchte sich als Bibliothekar des Juristenkollegiums in Edinburgh, wo er die Arbeit an der Geschichte Englands begann. Diese wurde in den Jahren 1754 bis 1761 veröffentlicht, stieß aber auf breite Ablehnung in akademischen Kreisen, ebenso sein Werk The natural history of religion 1757. Mittlerweile war der Absatz von Humes Schriften jedoch so groß, dass er davon leben konnte. 1763 reiste Hume als Botschafter nach Paris und kehrte 1766 mit Rousseau nach London zurück, um ihm dort Asyl zu verschaffen. Rousseau floh aber aus Misstrauen gegenüber Hume wieder nach Frankreich (siehe dazu Literatur: Edmonds). 1767/68 arbeitete Hume schließlich als Unterstaatssekretär im Außenministerium in London. Seinen Lebensabend verbrachte er in Schottland mit der Überarbeitung seiner Werke. „Die letzten Lebensjahre bis zu seinem 1776 erfolgten Tode verbrachte Hume zurückgezogen als reicher und unabhängiger Mann im Kreise seiner Freunde.“ (H.J. Störig) Sein Einfluss auf zeitgenössische und spätere Denker war stark. Als „der deutsche Hume“ galt Johannes Nikolaus Tetens. David Hume starb am 25. August 1776 in Edinburgh. Weiterführende LinksQuelle Wikipedia
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