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Entwicklungshilfe
verhindert Entwicklung
von
Dr. Adolf
Rasch
Falscher
Ansatz
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Ein
Großteil der Zahlungen ging an Regierungen, die selbst das größte
Entwicklungshemmnis sind, durch: zentrale Kommandowirtschaft,
Verstaatlichungen, Handelsbeschränkungen, Behinderung der Berufsausübung,
Nicht-Anerkennung von Eigentumsrechten, Lohn- und Preiskontrollen,
staatliche Exportmonopole, Beschränkung ausländischer Privatinvestitionen.
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Selbst
wenn die Hilfe an Regierungen geht, die marktorientierte Reformen
versprechen, entstehen negative Wirkungen, da dadurch der Druck von der Empfängerregierung
genommen wird, die angekündigten Liberalisierungen durchzuführen.
Derartige Hilfen verzögern Reformen, anstatt sie zu beschleunigen.
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Politisierung
der Wirtschaft in den Entwicklungsländern. Da die Zentralregierung durch
die Entwicklungshilfe mit großen Ressourcen ausgestattet ist, nimmt der
Verteilungskampf zu, zu Lasten produktiver Tätigkeiten.
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Die
"Hilfe" beruht auf einem falschen Entwicklungsmodell. Ein Land
kann sich aus der Armut nur befreien, wenn eine Reihe von Bedingungen
vorhanden sind, wie: Garantie des privaten Eigentums, Rechtssicherheit,
Wettbewerb, offene Märkte. Die Wirtschaftssubjekte müssen das für die
Entwicklung erforderliche Kapital selbst erarbeiten, durch Fleiß,
Sparsamkeit und Innovationsfähigkeit. Wenn diese Bedingungen nicht gegeben
sind, kann der Zufluss von Hilfsgeldern aus dem Ausland keine eigenständige
Entwicklung in Gang setzen. Dass Hilfe aus dem Ausland keine notwendige
Bedingung des wirtschaftlichen Aufstiegs ist, zeigt das europäische
Beispiel, wo die Industrieländer ohne milde Gaben aus dem Ausland ihre
heutige Spitzenstellung erreichten. Der sozialistische Einwand, dass Europa
seinen Reichtum kolonialer Ausbeutung verdanke, trifft nicht zu, wie z. B.
Finnland oder die Schweiz zeigen, wo das Einkommen je Einwohner weitaus höher
ist, als in den ehemaligen Kolonialmächten Spanien oder Portugal.
Die
Irrtümer der Entwicklungshelfer
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Die
Befürworter der Entwicklungshilfe behaupten, dass diese auch für die
Geberländer von Vorteil sei, weil 80% der Entwicklungshilfe als Kaufaufträge
wieder in die Geberländer zurückgehen. Zu diesem Argument bemerkt Peter
Bauer: "To argue that aid helps the domestic economy, is like saying
that a shop-keeper benefits from having his cash register burgled so long as
the burglar spends part of the proceeds in his shop."
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Nach
sozialistischer Auffassung gibt es eine eindeutig abgrenzbare "Dritte
Welt", die ohne Entwicklungshilfe in Armut verharren müsste. Tatsächlich
gibt es keine einheitliche 3. Welt. Die Länder, die zu ihr gezählt werden,
sind äußerst unterschiedlich, auch in ihrem Entwicklungsstand. Was haben
Papua-Neu Guinea und Mexiko, Indonesien und Peru, Malaysia und Lesotho,
Indien und Tschad, Afghanistan und Chile, miteinander gemeinsam? Das Ausmaß
der Entwicklungshilfe kann die sehr unterschiedliche Entwicklung der Länder
der "Dritten Welt" nicht erklären. Peter Bauer: "The West
began poor and progressed without external aid. And large areas of the
present Third World progressed rapidly long before foreign aid, as for
instance much of South-East Asia, West Africa and Latin America."
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Die
Entwicklungshilfe soll die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes fördern,
tatsächlich bewirkt sie das Gegenteil, denn sie schafft falsche Anreize.
Peter Bauer: "...inflow of aid lends support to the idea that
improvement in one's fortunes depends on other people, the government, the
rich, one's superiors, or foreigners. Here again aid pauperizes the
recipients. They are encouraged to expect success without achievement, to
believe that material reward depends on windfalls... Aid promotes the
delusion that a society can progress from indigence to prosperity without
the intermediate stage of economic effort and achievement."
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Nach
der sozialistischen Lehre haben milde Gaben immer eine wohltätige Wirkung.
Die Realität hat gezeigt, dass dies weder in armen Ländern, siehe
Beispiel: Mikronesien, noch in entwickelten Ländern der Fall ist. Das
israelische Institute for Advanced Strategic and
Political Studies stellte 1996 fest: "Almost one-seventh of the
GDP comes to Israel as charity. This has proven to be economically
disastrous. It prevents reform, causes inflation, fosters waste, ruins our
competitiveness and efficiency, and increases the future tax burden on our
children who will have to repay the part of the aid that comes as loans."
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In
Spendenkampagnen wird behauptet, dass die Entwicklungshilfe notwendig sei,
um den Ärmsten in der Dritten Welt zu helfen. Peter Bauer: "Official
aid does not go to poor people, to the skeletal figures of aid propaganda.
It goes instead to their rulers whose spending policies are determined by
their own personal and political interests, among which the position of the
poorest has very low priority. Indeed, to support rulers on the basis of the
poverty of their subjects is more likely to encourage policies of
impoverishment than to deter them." Von der Entwicklungshilfe
profitieren in den Empfängerländern jene Gruppen, die politisch einflussreich
sind, wie Beamte, Militärs, Akademiker, städtische Gewerkschaften, und natürlich
die Politiker selbst.
Negatives
Beispiel: Mikronesien
Dieser
Archipel im Pazifik wurde 1945 Treuhandgebiet der USA. Die neue Verwaltung überschüttete
ihre angeblich unmündigen Untertanen mit Wohltaten. Jeder Mikronesier hatte
Anspruch auf kostenlose Kleidung, Nahrung und andere Dienste des Staates. Unter
diesen Umständen gingen viele einheimische Bauern und Handwerker Konkurs, da es
für ihre Waren keinen Markt mehr gab. Der Anreiz für eine Erwerbstätigkeit
wurde geringer, da "Vater Staat" für alles sorgte. Es kam zu einer
verhängnisvollen Spirale nach unten: je geringer die Produktivität - desto
mehr "Hilfe" war erforderlich; eine Erhöhung der "Hilfe" führte
aber direkt zu einer weiteren Senkung der Arbeitsleistung.
Von
1947 bis 1985 bezog Mikronesien, das 150.000 Einwohner hat, 2,4 Milliarden $ an
Entwicklungshilfe. Die Agrarproduktion ging um 50% zurück und die Einfuhr von
Lebensmitteln stieg um das Fünffache. Nach einigen Jahrzehnten
Entwicklungshilfe waren die Mikronesier völlig von ihr abhängig geworden. Ein
Einheimischer beschrieb das Problem so: "We have no technicians, no
plumbers, no electricians...because the U.S.Government handed us everything and
didn't ask us to do anything for ourselves."
Positives
Beispiel: Hong Kong
Was
ist nach der sozialistischen Entwicklungstheorie von einem Land zu erwarten, dass:
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bezogen
auf die Bevölkerungszahl sehr klein ist und deshalb die höchste Bevölkerungsdichte
der Welt aufweist;
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kaum
landwirtschaftlich nutzbare Flächen hat, sondern überwiegend aus
erosionsgeschädigten Hügeln besteht;
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über
keinerlei Bodenschätze verfügt und sogar einen Großteil seines
Trinkwassers einführen muss;
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seit
dem 2. Weltkrieg ein starkes Wachstum seiner Einwohnerzahl zu verzeichnen
hat, einerseits infolge einer hohen Geburtenrate, andererseits durch eine
enorme Zuwanderung;
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niemals
Entwicklungshilfe erhalten hat und dessen Regierung jede Entwicklungsplanung
ablehnte;
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keine
vom Volk gewählte Regierung hatte, sondern bis 1997 von einer ausländischen
Kolonialmacht regiert wurde?
Nach
der sozialistischen Lehre müssten alle Bewohner dieses Landes schon längst
verhungert sein. Doch das Gegenteil davon ist eingetreten. Das kleine Land wurde
zu einem der größten Exporteure der Welt. Viele entwickelte Staaten fühlten
sich der neuen Konkurrenz nicht gewachsen und errichteten Handelsschranken gegen
Einfuhren aus Hong Kong. Die Realeinkommen sind dort während der letzten
Jahrzehnte stark gestiegen. Das Lohnniveau ist nur geringfügig niedriger als in
Japan.
Wie
war dieser Erfolg möglich? Hong Kong hat viele Empfehlungen aus dem liberalen
Lehrbuch befolgt:
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kaum
Eingriffe des Staates in die Wirtschaft, geringe Regulierungsdichte;
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niedrige
Steuern und ausgeglichener Staatshaushalt;
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keine
staatlichen Subventionen, Gleichbehandlung aller Unternehmen;
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freie
Ein- und Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen;
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unbeschränkter
Kapitaltransfer in beide Richtungen.
Hong
Kong zeigt, dass ein starker Bevölkerungszuwachs keineswegs ein
Entwicklungshindernis sein muss. Peter Bauer stellt dazu fest: "Hong Kong
bears out that population increase is not an obstacle to progress, that suitably
motivated people are assets not liabilities, agents of progress as well as its
beneficiaries."
Es
ist bemerkenswert, dass der Aufschwung Hong Kongs in einer Situation erfolgte,
die von politischer Unfreiheit und wirtschaftlicher Freiheit gekennzeichnet war.
Die britische Kolonialmacht hat erst kurz vor der Übergabe Hong Kongs an China
die Wahl eines repräsentativen Parlaments zugelassen. Peter Bauer verweist mit
Recht darauf, dass diese Besonderheit der politischen Rahmenbedingungen weit reichende
Folgen hatte: "The absence of election promises, together with an open
economy and limited government, have much reduced the prizes of political
activity and hence the interest in organizing pressure groups.
Zwischen
wirtschaftlicher und politischer Freiheit gibt es keinen eindeutigen
Zusammenhang. Einerseits gilt: wenn die wirtschaftliche Freiheit eingeschränkt
wird, kann die politische Freiheit nicht erhalten bleiben und geht schrittweise
verloren, wie Friedrich von Hayek in
Der Weg in die Knechtschaft
nachgewiesen hat. Andererseits ist es möglich, eine weitgehende wirtschaftliche
Freiheit in einem System relativer politischer Unfreiheit zu haben.
Handel
statt Hilfe
Wer
den Entwicklungsländern helfen will, muss ihnen freien Zugang zu den Märkten
der entwickelten Staaten gewähren, indem man alle Einfuhrzölle und
Mengenbeschränkungen für Importwaren abschafft. Nur der Freihandel gewährleistet
eine nachhaltige Einkommenssteigerung der Armen, siehe unsere Seite über Globalisierung.
Die
so genannte Entwicklungshilfe nutzt nur den Helfern, schadet aber denen, für
die sie angeblich gedacht ist. Folgende Rückbaumaßnahmen sind erforderlich:
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Abschaffung
des Entwicklungshilfeministeriums und seiner nachgeordneten Organisationen.
Statt dessen bedingungslose Öffnung des heimischen Marktes für Produkte
und Dienstleistungen der Entwicklungsländer. Gerade in den
Wirtschaftsbereichen, wo die Entwicklungsländer besonders leistungsfähig
sind, wie Landwirtschaft oder Textilindustrie, schotten sich die
Geberstaaten durch Zölle und Mengenbeschränkungen ab. Ein freier Handel würde
es der "Dritten Welt" ermöglichen, sich selbst zu helfen.
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Einstellung
aller "Hilfs"-Zahlungen an die Entwicklungsländer. Deutschland
hat im Jahr 2000 für Entwicklungshilfe 0,27% seines BNP aufgewandt, das
sind 5 Milliarden US-Dollar. Die OECD-Länder gaben in 2000 rund 54
Milliarden Dollar an Entwicklungshilfe. Im selben Jahr subventionierten die
OECD-Staaten die eigene Landwirtschaft mit 245 Milliarden Dollar. Diese
Prioritätensetzung zeigt den Stellenwert der angeblich so hilfsbedürftigen
Entwicklungsländer bei der politischen Klasse. Offensichtlich glauben die
Politiker nicht an ihre eigene Propaganda.
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Austritt
aus der Weltbank. Diese Institution wurde 1944 geschaffen, um
Infrastrukturprojekte zu finanzieren, für die kein privates Kapital
gewonnen werden konnte. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die geförderten
Vorhaben eine so geringe Effizienz aufweisen, dass die Investitionen nach
rationalen Kriterien nicht gerechtfertigt sind.
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Keine
Kreditbürgschaften und andere Hilfsmaßnahmen für heimische
Privatunternehmen, die Handel mit Entwicklungsländern treiben. Das ist
Unternehmens-Wohlfart, die nur einige inländische Empfänger begünstigt.
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Kein
Schuldenerlass für die Entwicklungsländer. Diese häufig erhobene
Forderung ist ein Eingeständnis, dass die bisherige Entwicklungspolitik völlig
versagt hat. Wenn Schulden nicht zurückgezahlt werden können, dann ist das
ein Beweis dafür, daß die geliehenen Gelder nicht produktiv angelegt
wurden. Jeder Schuldenerlass würde die korrekten Kreditnehmer bestrafen,
die säumigen Zahler belohnen. Peter Bauer sagt dazu: "Any difficulty
in servicing the debts is clear evidence that the capital was supplied to
governments who have wasted resources they received, or who refuse to honour
their obligations. Debt cancellation thus favours the incompetent, the
improvident and the dishonest."
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Keine
staatliche Unterstützung privater Hilfsorganisationen. Massive staatliche
Zahlungen würden den Charakter dieser karitativen Institutionen ändern.
Peter Bauer: "...voluntary charity for helping the poor in the Third
World, though greatly preferable to official aid, also needs to be
administered with considerable care... If it is envisaged as a long-term
process of giving out alms rather than as disaster relief, it can easily
lead to permanent pauperization. It is also likely to encourage feelings of
superiority in the donors and of dependence in the recipients." Manche
private Einrichtungen, wie die Grameen Bank in Bangladesh, die seit den 70er
Jahren Kleinstkredite von insgesamt 1,5 Milliarden $ an private
Mini-Unternehmen gewährt hat und dabei eine Rückzahlungsrate von 98%
vorweisen kann, benötigen keine staatlichen Unterstützungen.
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