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Integration von MigrantenIntegration kann keine Assimilierung in eine Leitkultur sein, zumal keiner genau definiert, was er damit meint. Eine Leitkultur ist aus Sicht der Freiheit sowieso abzulehnen, da diese den uniformen Menschen schafft und die Achtung vor anderen Lebensentwürfen zerstört. Integration kann nur die Aufnahme von Menschen zu bestimmten Regeln in eine freiheitliche Gesellschaft sein, in der es gemeinsame und verbindliche Grundlagen des Zusammenlebens gibt. Auch dann, wenn sich stets in einer Gesellschaft auch kultureller Pluralismus, kulturelle Konflikte und kultureller Wandel finden. Entscheidend ist aber, dass die Politik den Rahmen des Zusammenlebens vorgibt: Demokratie, Rechtsstaat, die Grund- und Menschenrechte, die Trennung von Staat und Religion sowie eine verhandlungssichere Kenntnis der jeweiligen Landessprache sind die Fundamente unserer europäischen Gesellschaft, die wir nicht außer Kraft setzen dürfen. Die Diskussion und die Entwicklung der Integration müssen offen, vorurteils- und ideologiefrei ohne Tabus und falsche Befindlichkeiten geführt werden. Aus liberaler Sicht müssen die bestehenden Differenzen deutlich gemacht werden. Es gibt so etwas wie ein Phänomen der Parallelgesellschaften und dass sich in manchen Großstädten so genannte Ausländerviertel gebildet haben. Solche sind aber nicht grundsätzlich integrationsfeindlich. Gefährlich und inakzeptabel wird diese Entwicklung jedoch dann, wenn sich ethnische Gruppen in ihrer eigenen Welt abschotten, wenn es dort zu Ghettobildungen kommt und isolierte Subkulturen entstehen, die nicht mehr auf dem Boden unserer europäisch freiheitlichen christlich jüdischen gesellschaftlichen Grundlagen stehen. Ein weiteres Problem besteht darin, dass überproportional viele Ausländer kriminell sind und vom Sozialstaat profitieren. Dieses Problem ist auch von den Medien jahrelang tabuisiert worden. Aus liberaler Sicht ist der Glaube naiv, man könne die Ausländerproblematik mit sozialer Steuerung durch die Regierung handhaben. Letztlich betrieben wir in Europa eine verfehlte Ausländerpolitik: einerseits wurden die Arbeitsmärkte abgeschottet, andererseits ist der Weg in den Wohlfahrtsstaat zu einfach. Der beste Ort für die Integration von Ausländern ist immer noch der Arbeitsmarkt. Wir haben aber keine Zuwanderung in den Arbeitsmarkt, sondern in Sozialstaat. Das schafft falsche Anreize und vergiftet letztlich das Verhältnis zwischen Ausländern und Einheimischen. Wir wollen die Besten aus der ganzen Welt, wir sind kein Abstellplatz, wir brauchen eine selektive Ausländerpolitik. Entscheidend ist auf der einen Seite die Bereitschaft jedes einzelnen Migranten, Teil der neuen Gesellschaft werden zu wollen, nicht nur desjenigen, der für seinen Unterhalt und den seiner Familie sorgt. Auf der anderen Seite ist die Akzeptanz einer selbstbewussten Aufnahmegesellschaft im Hinblick auf die gesellschaftliche Teilhabe von Zuwanderern zu stärken. Voraussetzung für Integration ist die Beherrschung der jeweiligen Landessprache. Mangelnde oder gar gänzlich fehlende Sprachkenntnisse schließen die Zuwanderer vom gesellschaftlichen Leben eines jeweiligen Landes aus. Die Anerkennung der gesellschaftlichen Grundordnung von Freiheit, Menschenwürde, den Grundrechten und Demokratie sind unverzichtbar. Nach Hirsi Ali kann in den Niederlanden nicht mehr von Integration, sondern nur von Ghettobildung die Rede sein. "Multikulturalismus soll Integration unter Beibehaltung der eigenen Identität bedeuten, aber wenn Frauen eingeschlossen werden und Töchter nicht zur Schule gehen dürfen, ist das nicht eine falsche Auffassung, von der Beibehaltung der eigenen Kultur?" Wer sich nicht integrieren will, sollte das Land verlassen, argumentiert sie. [1] Aus diesem Grund ist eine Aufenthaltserlaubnis zunächst für ein paar Jahre mit einer Möglichkeit der Verlängerung zu erteilen. Nach Ablauf dieser beiden Zeiten, kann ein Antrag auf Einbürgerung erteilt werden. Europa muss gegenüber Kulturen, die völlig andere Identitätsvorstellungen haben, unmissverständlich kommunizieren, dass hier ein Anpassungsdruck besteht; insbesondere bei Kulturen, wo die Religion nicht Privatsache ist, sondern immer noch ins Politische hineingeht. Quellen:[1] ↑ Frauenwiki |