Liberalismus - Portal

entschieden liberal!

 

 

Personenregister Liberale Links Literaturverzeichnis Suche Gästebuch Impressum

Home
Nach oben

 Liberalismus bedeutet Freiheit - Liberalismus-Portal


[Anzeige]

Mindestlohn

Es wird viel diskutiert über einen Mindestlohn, wie wir ihn in vielen Ländern Europas bereits haben. Bei allem was darüber geredet wurde, außer Schlagworten wie: „Von Arbeit muss man leben können!“ oder „Mindestlohn führt zu Arbeitslosigkeit!“ wurden die wirklichen Gründe für oder wieder eines Mindestlohn nicht oder nicht hinreichend genannt.

Es gibt drei wesendliche Gesichtspunkte, die aus Sicht eines Liberalen gegen den Mindestlohn sprechen.

Da wer zunächst der moralische Aspekt. Seit der Glorious Revolution in Englang von 1688 verteidigen wir Liberalen die Freiheit und das Recht auf Eigentum. Die Einführung eines Mindestlohns bedeutet aber, dass die Regierung auf einen Teil ihres Souveräns Zwang ausübt. Schon allein dieses stellt einen Widerspruch dar, ist aber in einer Demokratie nach heutigen Maßstäben Gang und Gebe.

Durch einen Mindestlohn wird in die Freiheitsrechte der Arbeitgeber eingegriffen, die nicht mehr unter dem Mindestlohn Arbeitnehmer einstellen oder beschäftigen dürfen; damit ist das Recht auf Vertragsfreiheit gebrochen. Während es eigentlich die Aufgabe der Regierung sein sollte, dass Eigentum seiner Bürger zu schützen, wird es hier dem Bürgern genommen. Die Minderheit der Arbeitgeber wird durch die Mehrheit der Arbeitnehmer unterdrückt, womit sich diese Haltung moralisch nicht von der der Tyrannen unterscheidet. Der sonst so groß geschriebene Minderheitenschutz wird an dieser Stelle völlig außer acht gelassen.

Als nächstes ist der Nutzen für den Arbeitnehmer zu betrachten. Gehen wir von der Gewerkschaftsforderung von einem Mindestlohn von 7,50 EUR aus.

7,50 € x 40 h x 4 Wochen = 1.200,-- €/mtl. brutto
da bleiben ohne Kirchensteuer netto übrig:

893,33 EUR – ledig
947,41 EUR – verheiratet

Vergleichen wir nun das Einkommen mit dem Hartz-IV-Anspruch, ausgehend von einer 45 m² (ledig) / 60 m² (verheiratet) Wohnung mit durchschnittlichen Mietzins, so bekommt der Arbeitnehmer:

93,67 EUR ledig
406,59 EUR verheiratet (nur eine Einkommen) zusätzlich zu seinem Gehalt ausgezahlt.
Bei Kindern steigt der Anspruch entsprechend an.

Für den einzelnen Arbeitnehmer ändert sich rein gar nichts, egal ob er für 7,50 EUR oder als 400,-- Euro-Kraft arbeitet. Es zahlt dann nur der Arbeitgeber doppelt, nämlich mehr Lohn und gleichzeitig Steuern.

Die Gefährdung von Arbeitsplätzen ist das wohl wichtigste Argument gegen Mindestlöhne. Betrachten wir zunächst die Entstehung von Löhnen im freien Markt (wie im Kapitel Vollbeschäftigung aufgezeigt, kennt der freie Markt kennt keine strukturelle Arbeitslosigkeit). Der Arbeitslohn richtet sich nach der Produktivität der Arbeit, diese wiederum nach dem Preis, der für eine Dienstleistung / Produkt am Markt erzielt werden kann. Bei der Lohnhöhe gelten die gleichen Mechanismen von Angebot und Nachfrage.

Zur Erklärung: nehmen wir als Beispiel ein Sicherheitsunternehmen (diese Branche wäre vom Mindestlohn stark betroffen). A bietet seine Dienstleistung zum Preis für 35,-- EUR die Stunde an, seinen Mitarbeitern zahlt er 5,30 EUR die Stunde. Der Preis von 35,- EUR ist so hoch, dass nur wenige das Angebot nachfragen; noch ist A alleine auf dem Markt.

Aufgrund des hohen Preises, kommt nun B auf die Idee ein zweites Sicherheitsunternehmen zu eröffnen und bietet seine Dienstleistung für 30,-- EUR die Stunde an. Auch er zahlt wahrscheinlich zunächst seinen Mitarbeitern 5,30 EUR. Aufgrund der Konkurrenz und des Wettbewerbs werden neue Nachfrager, so genannte Grenznachfrager; die Dienstleistung des Sicherheitsunternehmers in Anspruch nehmen, der Markt wird größer.

Ob nun weitere Anbieter dazu kommen oder nicht, es entstehen auf jeden Fall neue Arbeitsplätze aufgrund der zusätzlichen Nachfrage, die trotz des niedrigeren Preises immer noch Produktiv sind. Allerdings wird langsam die Arbeitskraft knapp. Knappheit führt immer zu Preissteigerungen. Will der Sicherheitsunternehmer seine Mitarbeiter halten, so muss er nun den Lohn anheben oder der Konkurrent schaltet ihn aus, indem er die Mitarbeiter abwirbt. Jetzt könnte man einwenden, dass A und B sich einfach absprechen und somit die Löhn niedrig halten könnten; Kapitalismus eben. In diesem Fall ist aber der Markt nicht ausgeglichen und es besteht für C die Chance mit höheren Löhnen und niedrigeren Preisen in den Markt einzusteigen und die Mitarbeiter von A und B abzuwerben. Irgendwann sind die Preise für die Dienstleistung Sicherheitsservice und die Löhne nach den Marktverhältnissen (Angebot und Nachfrage) ausgeglichen.

Was wäre, wenn dieser ausgeglichene Lohn so niedrig ist, dass es sich nicht lohnen würde, für diesen Lohn zu arbeiten?
Dann würde auch keiner dafür arbeiten, dann gäbe es für diese Dienstleistung auch keinen Markt und niemanden würde es stören, dass es kein Angebot an dieser Stelle gibt. Die Arbeitnehmer würden sich andere Branchen suchen, die Arbeitgeber andere Investitionsfelder.

Was würde passieren, wenn der Marktlohn nun über dem Mindestlohn liegt?
Wahrscheinlich gar nichts. Es entstehen erstmal keine neuen Arbeitsplätze und B würde auch nicht so schnell in den Markt einsteigen. Mit der Zeit kann sich der Markt allerdings auch ausgleichen, nur dazu brauchen wir keinen Mindestlohn.

Was würde nun passieren, wenn der Marktlohn nun unter dem Mindestlohn liegen würde?
Dann würde es sich für B nicht lohnen in den Markt einzusteigen und für A wäre es nicht mehr produktiv das Angebot aufrecht zu halten und würde sich ein anderes Geschäftsfeld suchen; die Arbeitsplätze fallen weg.

Warum gibt es dann Dumpinglöhne?
Weil wir in Deutschland keine Vollbeschäftigung haben, weil die Regierungen ständig versuchen irgendwie den Markt zu regulieren und intervenieren. Die unmittelbare Folge dieser Politik ist eine strukturelle Arbeitslosigkeit, die uns seit dem Ende der 70ger Jahren des letzten Jahrhunderts Massenarbeitslosigkeit beschert.

Warum sollen wir jetzt durch einen Mindestlohn es noch schlimmer machen?

Fazit

Der Mindestlohn schränkt die Arbeitgeber in ihrer Freiheit ein und stellte einen unmittelbaren Eingriff in deren Eigentum dar. Für den Arbeitnehmer würde es bei dem geforderten Mindestlohn von EUR 7,50 keine Verbesserung geben. Ist der Mindestlohn zu niedrig, passiert nichts, ist er zu hoch steigt die Arbeitslosigkeit.


Weiterführende Links

Gordon_Volkswirtschaftliches_Denken [pdf]


Europa

Deutschland

Österreich

Schweiz

Deutsche Gemeinschaft

Lichtenstein

 

Frend of Israel

Suport Denmark

 

 

Zurück ] Home ] Weiter ]