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| Ratschläge für Ökologisten*von Dr. Adolf Rasch Wir wollen Ihnen hier zeigen, wie Sie mit der Erzeugung von Angst Karriere machen können. Wenden Sie die folgenden psychologischen Techniken an und Sie befinden sich auf dem Weg zu Ruhm und Macht! Mehrheit beanspruchen. Behaupten Sie, die Meinung der Mehrheit zu vertreten, auch wenn Sie im Augenblick der einzige Mensch im Universum sind, der diesen Unsinn vertritt. Die meisten Menschen neigen dazu, das zu glauben, was ihrer Meinung nach die Mehrzahl der anderen Menschen glaubt. Bei der Frage "Mehrheit wovon?" können sie großzügig verfahren. "Die Mehrheit der führenden/relevanten/verantwortungsbewussten/fortschrittlichen Wissenschaftler ist meiner Meinung" überzeugt schnell und ist auch nicht falsch, da Sie es sind, der bestimmt, wer zur Referenzgruppe gehört. Netzwerk bilden. Bilden Sie mit Genossen aus anderen Kampffeldern ein Kartell der gegenseitigen Bestätigung und Bewunderung nach der Devise: "Lobst Du mich, dann lob ich Dich!". Schon haben Sie die Zustimmung einer "kritischen" Öffentlichkeit, die Sie selbst geschaffen haben. Behauptungen wiederholen. Ermutigen Sie möglichst viele aus Ihrer kleinen aber aktiven Anhängerschaft, mit der Darstellung persönlicher Leiden an die Öffentlichkeit zu gehen. Das schafft den Eindruck, als ob viele Menschen tatsächlich negative Erfahrungen gemacht hätten. Ihre Behauptungen bekommen damit eine Bestätigung, welche die Wahrheitsvermutung steigen lässt. Autoritäten gewinnen. Es spielt keine Rolle, dass Ihre Behauptungen in der Fachwelt als völlig unbewiesen gelten, wenn es Ihnen gelingt, einen Sympathieträger auf Ihre Seite zu ziehen. Treten Sie gemeinsam mit einem Schauspieler, Sportler, oder einer lokalen Berühmtheit auf und Ihr Anliegen gewinnt an Glaubwürdigkeit. Schockbeispiele geben. Als besonders wirkungsvoll haben sich dramatische Fallgeschichten erwiesen. Nehmen Sie zur nächsten Pressekonferenz ein Kind mit, das eine besonders deutliche und bedauernswerte Behinderung aufweist. Damit können Sie die langweiligen Statistiken Ihrer Gegner vom Tisch fegen. Verwirrung stiften.
Panik erzeugen. "Wir können nicht auf die Wissenschaft warten. Wir müssen jetzt handeln." Skeptiker diskreditieren. Diese als unehrlich, nicht vertrauenswürdig, inkompetent, voreingenommen, rassistisch, sexistisch, korrupt, von der Industrie gekauft, darstellen. Entlarven Sie Ihre Gegner als Agenten profitgieriger Kapitalisten: "Es ist bekannt, dass Sie Auftragsforschung für die XY-AG durchgeführt haben." Wenn die Gegenseite fragt, welchen Nutzen die von Ihnen geforderten Staatsausgaben haben, dann antworten Sie: "Was ist Ihnen wichtiger, die Menschen oder das Geld?" Opferrolle wählen. Stellen Sie sich selbst als den uneigennützigen Vertreter einer entmachteten Bevölkerungsmehrheit dar, die von einem zahlenmäßig kleinen aber übermächtigen Gegner (Kapital, orthodoxe Wissenschaft) misshandelt/geschädigt/dessinformiert wird. Sehr schnell haben Sie als "Querdenker" die Sympathie der Medien. Begriffswahl beherrschen. Erfinden Sie sensationelle Namen für eingebildete Probleme. "Multiple Empfindlichkeit für Chemikalien" und "Golfkriegs-Syndrom" sind gute Beispiele. Gebrauchen Sie emotionale Begriffe statt quantifizierender Aussagen. Falsch: "Der Kläger hat ein um 0,001% höheres Risiko als die Gesamtbevölkerung, an Krebs zu erkranken." Richtig: "Der Kläger hat ein höheres Krebsrisiko". Diese Aussage ist nicht falsch und bringt Ihnen erheblich mehr Medienaufmerksamkeit als die quantifizierende Aussage. Unterwerfung belohnen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das Bürgertum gegenüber totalitären Persönlichkeiten wie Ihnen zu einer Beschwichtigungspolitik neigt. Diese äußert sich bei Unternehmern unter anderem durch:
Wenn ein Unternehmer gezeigt hat, dass er bereit ist, sich bedingungslos Ihrer Führung zu unterwerfen, dann sollten Sie großzügig sein und seine Unterordnung durch einen Ökopreis belohnen (intern "grüner Nasenring" genannt). Jenen Unternehmern, die es weiterhin wagen, Ihnen öffentlich zu widersprechen, sollten Sie in Zusammenarbeit mit Ihren Genossen in Bürokratien und Medien demonstrieren, was Meinungsführerschaft bedeutet. * im Original heißt der Titel: Ratschläge für Umweltaktivisten |
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