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Der Neoliberalismus
"Freiheit bedeutet, dass wir in gewissem Maße unser Schicksal Mit der fortschreitenden industriellen Revolution und dem Aufkommen der sozialen Fragen verlor der klassische Liberalismus an Einfluss. Auch gaben sich einige Ökonomen dem Glauben hin, dass sich die freie Marktwirtschaft selber durch die Bildung von Monopolen und Preisabsprachen zu überwinden drohte. Dennoch übte der klassische Liberalismus starken Einfluss auf die Denkweise des ökonomischen Handelns zwischen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und den 1930er Jahren aus. Zur Klarstellung sei hier erwähnt, dass es zu dieser Zeit keine freie Marktwirtschaft gab. Im 20. Jahrhundert war zudem der Goldstandart abgeschafft und das System der Zentralbanken war bereits etabliert. Wie kam es zu dem Begriff Neoliberalismus?Vom 26. bis 30. August 1938 fand das Colloque Walter Lippman in Paris statt. Eingeladen von dem amerikanischen Journalisten und Schriftsteller Walter Lippmann nahmen 26 Liberale daran teil und arbeiteten eine neue Form des Liberalismus heraus; dieser bekam während des Colloques von Alexander Rüstow den Namen Neoliberalismus. Er dient als Bezeichnung für ein Konzept einer langfristigen Wirtschaftspolitik. Sie suchten nach einem Mittelweg zwischen reinem Kapitalismus und Sozialismus, nicht zu verwechseln mit dem eigentlich kommunistisch besetzten Begriff des so genannten Dritten Weg. Während die Österreicher um Mises und Hayek einen Weg zurück zum klassischen Liberalismus (Neoklassik) forderten, entwickelten die Freiburger um Eucken den Neoliberalismus, welcher später Grundlage der Sozialen Marktwirtschaft wurde. Nach dieser Idee sind Eingriffe in die Wirtschaft nur dann gerechtfertigt und notwendig, wenn sie beispielsweise Marktverzerrungen durch Monopole oder Kartelle verhindern. Den Neoliberalismus als die eine Schule gibt es nicht. Innerhalb der Gouvernementalität finden sich unterschiedliche Varianten, so u.a. die Freiburger Schule oder die Chicagoer Schule um Frank Knight und Milton Friedman. Man kann von einem vielfältigen, institutionalisierten Netzwerk sprechen, in dem verschiedene, differenzierte, auch sich widersprechende Meinungen nebeneinander existieren. Das Ergebnis eines solchen marktorientierten Prozesses ist unvorhersehbar und offen, Karl Popper spricht hier von einer offenen Gesellschaft. Van Hayek entwickelte bis zu seinem Tode den neoklassischen Liberalismus zu einer dynamischen Theorie sozialer Institutionen weiter.
D "Nach Ansicht der politischen Linken ist an allen gesellschaftlichen Übeln weltweit der Neoliberalismus schuld. Der Neoliberalismus macht sich daran, die wirtschaftlichen, sozialen, finanzpolitischen und ideellen Schäden zu beseitigen, die im Laufe des "sozialdemokratischen Jahrhunderts" entstanden sind. Eben darum versucht die Linke in vielen Ländern, den Begriff als Schimpfwort zu benutzen und ihn mit "Sozialabbau", "Ausbeutung", "Kapitalismus pur" gleichzusetzen. Nichts könnte mehr in die Irre führen. Den Neoliberalismus kann man mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in den Jahrzehnten danach oder gar erst mit dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums beginnen lassen. Vom Inhalt bedeutet er nichts anderes als die Wiederbesinnung auf liberale Werte, eine Revitalisierung freiheitlicher Politik. Eigentlich erübrigt es sich, von Neoliberalismus zu sprechen; Liberalismus genügt." Heinz Murmann Wenn wir heute von Liberalismus reden, meinen die meisten Personen den Neoliberalismus. Aus diesem Grund bezeichnen sich heute viele klassische Liberale als Libteräre. Weiterführende LinksDanke, danke liebe PDS für die Gründung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und danke liebe Freunde der sozialistischen Ideen für diese umfassende Sammlung an Links, zu den besten Quellen für Freiheit und Liberalismus. Bueno
Vista Neoliberal Quellen:Milton Friedman - Kapitalismus und Freiheit (1962) Rose und Milton Friedman - Chancen die ich meine (1980) Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaft Uni Hamburg [pdf] Friedrich-August-von-Hayek-Gesellschaft mises.de - Die österreichische Schule der Volkswirtschaftslehre |
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